Pizza vom Gasgrill mit Pizzastein gelingt besonders knusprig, wenn du den Grill zuerst stark vorheizt und die Hitze anschließend richtig steuerst. Dadurch bekommt der Boden eine schöne Kruste, während der Belag schnell gart. Wichtig ist außerdem, dass du die Brenner unter dem Pizzastein rechtzeitig ausschaltest, damit der Boden nicht verbrennt.
Auf einen Blick
Pizza vom Gasgrill auf dem Pizzastein
Pizza gelingt auf dem Gasgrill besonders knusprig, wenn der Pizzastein mittig vorgeheizt und der Grill auf etwa 250–350 °C gebracht wird.
Sobald die Temperatur erreicht ist, werden die Brenner direkt unter dem Pizzastein ausgeschaltet, damit der Boden nicht verbrennt.
Die übrigen Brenner laufen weiter, der Deckel bleibt geschlossen und die Pizza ist nach etwa 3–4 Minuten fertig.

Pizza vom Pizzastein auf dem Gasgrill
Zutaten
- 500 g Mehl Typ 405
- 1 Würfel/Paket Hefe Entweder frische oder Trockenhefe
- ca. 200 ml Wasser lauwarm
- 1 EL Olivenöl
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Zucker
Zubereitung
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Zuallererst gibst du alle Zutaten in eine Rührschüssel und vermischst sie kurz miteinander.
Danach verknetest du den Teig gründlich. Ich mache das mittlerweile mit der Hand und mit Handschuhen, du kannst aber auch einen Handmixer mit Knethaken verwenden.
Falls der Teig noch zu trocken ist, gibst du nach und nach etwa 10–20 ml Wasser dazu. Dadurch wird der Teig schön geschmeidig.
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Sobald der Teig schön geschmeidig ist und sich alle Zutaten gut verbunden haben, formst du daraus eine Kugel.
Anschließend lässt du den Teig etwa 30 Minuten ruhen und aufgehen. Decke die Schüssel dafür am besten mit einem Trockentuch ab, damit die entstehende Wärme durch die Hefe nicht sofort entweicht.
Im Winter kannst du die Schüssel zum Gehen gut auf die Heizung stellen. Im Sommer reicht meistens die normale Raumtemperatur in der Wohnung.
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Nach etwa 30 Minuten siehst du, dass der Teig ordentlich aufgegangen ist.
Forme den Teig nun am besten zu einer Wurst und schneide daraus 5 gleich große Teile ab.
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Anschließend rollst du die erste Pizza mit einem Nudelholz aus. Falls du kein Nudelholz hast, kannst du auch eine leere Wasserflasche oder eine ähnliche Flasche verwenden.
Bestäube die Arbeitsfläche vorher großzügig mit Mehl. Danach rollst du den Teig von innen nach außen möglichst rund aus.
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Wenn der Teig ausgerollt ist sollte man ihn am besten direkt auf eine bemehlte Pizzaschaufel legen, da es hinterher mit Belag um ein vielfaches schwieriger ist die Pizza auf die Schaufel zu bekommen. (Die Pizzaschaufel war eine der besten Investitionen für Pizza am Grill) Wenn man noch keine Pizzaschaufel hat, kann man auch versuchen die Pizza auf ein bemehltes Backpapier zu legen und diese dann anschließend von dem Backpapier auf den Pizzastein gleiten lassen.
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Belege die Pizza nun nach Belieben. Verwende dabei nicht zu viel Tomatensauce, damit sie später nicht von der Pizza auf den Pizzastein läuft.
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Wichtiger Hinweis: Prüfe vor dem Einsatz eines großen Pizzasteins die Anleitung deines Gasgrills. Bei manchen Gasgrills darf die Grillfläche nicht vollständig abgedeckt werden, damit Hitze und Luft richtig zirkulieren können. Lasse im Zweifel seitlich etwas Fläche frei und verwende keinen Pizzastein, der den kompletten Grillrost blockiert.
Platziere den Pizzastein mittig auf dem Grill und heize ihn ordentlich auf.
Lass den Stein einige Minuten richtig heiß werden, damit der Pizzaboden später schön knusprig wird.
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Wenn der Grill etwa 250–350 °C erreicht hat, schaltest du die Brenner direkt unter dem Pizzastein komplett aus. Sonst kann der Teig von unten zu schnell anbrennen.
Falls dein Grill nicht so groß ist, kannst du eine Gittererhöhung unter den Stein legen. Dadurch bekommt der Pizzastein mehr Abstand zu den Brennern.
Lass die restlichen Brenner weiter auf hoher Leistung laufen, damit die Garraumtemperatur auch beim Wechseln der Pizzen stabil bleibt.
Wenn die Garraumtemperatur zwischendurch zu stark abfällt, schließt du den Deckel und wartest kurz, bis der Grill wieder etwa 250 °C erreicht.
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Schiebe die belegte Pizza auf den heißen Pizzastein und schließe den Deckel des Gasgrills. Nach etwa 3–4 Minuten ist die Pizza fertig, wenn der Rand knusprig ist und der Käse geschmolzen ist. Behalte die Pizza dabei im Blick, da die Backzeit je nach Temperatur und Teigdicke leicht variieren kann.
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Wenn Käse oder Sauce auf den Pizzastein läuft, kratzt du die Rückstände zwischendurch vorsichtig mit einem Schaber ab. Verwende dafür kein Wasser und kein Spülmittel, da der Stein Feuchtigkeit aufnehmen kann.
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Danach kannst du direkt die nächsten Pizzen backen.
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Nach der letzten Pizza heizt du den Pizzastein noch einmal vollständig auf. Anschließend entfernst du angebrannte Reste mit einem Holzschaber oder Ceranfeldschaber. Verfärbungen und schwarze Stellen sind bei einem Pizzastein normal und beeinträchtigen die Nutzung nicht.
FAQ – Häufige Fragen zur Pizza vom Gasgrill mit Pizzastein
Pizza auf dem Gasgrill gelingt laut Rezept bei etwa 250–350 °C. Wichtig ist, dass der Pizzastein gut vorgeheizt wird und die Garraumtemperatur hoch genug bleibt.
Ja, der Brenner direkt unter dem Pizzastein sollte ausgeschaltet werden, sobald der Grill heiß genug ist. Sonst kann der Pizzaboden schnell anbrennen.
Die Pizza braucht auf dem heißen Pizzastein etwa 3–4 Minuten. Die genaue Zeit hängt von Grilltemperatur, Teigdicke und Belag ab.
Ja, der Deckel sollte geschlossen bleiben, damit im Grill genug Hitze entsteht. Das wird auch in den Kommentaren vom Autor als wichtig erklärt.
Der Boden verbrennt häufig, wenn der Brenner direkt unter dem Pizzastein weiterläuft. Im Rezept wird deshalb empfohlen, diesen Brenner auszuschalten und nur die übrigen Brenner weiterlaufen zu lassen.
Der Teig sollte direkt nach dem Ausrollen auf eine gut bemehlte Pizzaschaufel gelegt werden. Später wird es mit Belag deutlich schwieriger, die Pizza sauber auf den Stein zu bekommen.
Den Pizzastein reinigt man am besten ohne Wasser und ohne Spülmittel. Er sollte nach dem Backen noch einmal stark erhitzt werden, damit Rückstände verbrennen. Anschließend kannst du angebrannte Reste mit einem Holzschaber oder Ceranfeldschaber vorsichtig entfernen. Leichte Verfärbungen sind bei einem Pizzastein normal und kein Problem.
Nein, der Pizzastein sollte nicht bei jedem Gasgrill die komplette Grillfläche bedecken. Prüfe vorher die Anleitung deines Grills, weil bei manchen Modellen ein Teil der Fläche frei bleiben muss. So können Hitze und Luft besser zirkulieren.
Schließe den Deckel und warte, bis die Temperatur wieder auf etwa 250 °C gestiegen ist. Im Rezept wird empfohlen, die übrigen Brenner weiterlaufen zu lassen, damit die Garraumtemperatur zwischen den Pizzen stabil bleibt.
























15 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Habe das Rezept mit meinen Kindern nachgemacht und alle fandes es sehr lecker. die Pizza war auch knusprig.
LG aus Hambug
Sabine
Wir grillen die Pizza ca. 2 Minuten mit Backpapier und lassen sie dann auf den Stein gleiten. Das klappt prima.
Hab ich auch so gemacht,aber ohne dein Beitrag vorher gelesen zu haben,klappt wunderbar 😉
Tolles und einfaches Rezept
Hallo Hobby-Griller,
vielen Dank für das tolle Rezept. Die Pizza schmeckt sehr lecker. Können wir also empfehlen.
LG aus Hamburg
Claudia
[…] Source […]
Hat alles super so geklappt sehr leckere Pizza
👍🏻👍🏻👍🏻
Muss der Deckel vom
Gasgrill GESCHLOSSEN
WERDEN beim pizzabacken der Pizzastein ist so groß wie dei GasgrillFläche
Hallo Uta,
der Deckel sollte geschlossen sein, da es ansonsten zu wenig Hitze innerhalb des Grills gibt.
Es ist aber nicht so schlimm wenn der Deckel später auf dem Stein aufliegt und dann nur ein 1-2cm Spalt am Deckel ist.
Viel Erfolg beim Nachgrillen !
Liebe Grüße
Hobby-Griller Olli
Unbedingt Anleitung vom Grill checken, bei vielen gasgrills muss ein Teil der Fläche frei bleiben, Sicherheitsrisiko!
Heute pizza ausprobiert. War sehr lecker..
Wow mega Teig und ne tolle Pizza 🍕
Sehr gute Rezepte weiter so
Hallo, ich habe mit begeisterung den Beitrag gelesen, mein Problem ist, das mein Grill seinen Hauptbrenner rechts hat und daneben 2 Zusatzbrenner, die nicht so viel Wärme bringen.
Das Problem dabei ist, das ich den Grill gerade so auf 230 Grad bekomme und wenn der Deckel hoch geht, fällt die Temperatur gleich massiv ab.
Wir Testen schon seit ein Paar Wochen Pizza zu machen. Auf dem Stein verbrennt der Boden sofort und der Halbe Boden bleibt auf dem Stein haften, jetzt haben wir noch eine Spezielle Folie für die Pizza genommen, da ging es besser, aber auf dem Stein verbrannte der Boden auch sofort. Ohne Stein und nur mit Folie funktioniert es zwar besser, aber bis der Käse geschmolzen ist, ist auch der Boden wieder verbrannt, habt ihr für mich einen Tip, was ich bei meinem Grill noch rausholen kann?
Hallo Rüdiger,
die könntest versuchen den Pizzastein zuvor noch länger heiß werden zu lassen, und somit durch die Hitzespeicherung im Stein die Gesamttemperatur später im Grill noch länger hoch zu halten.
Evtl. sind auch deine Brenner „falsch“ eingestellt, sodass das Verhältnis von Sauerstoff und Gas nicht gut passt. (hier siehst du, wie man exemplarisch die Brenner einstellt: https://www.grillfuerst.de/magazin/wp-content/uploads/2021/11/Anleitung-Brenner-einstellen-Napoleon.mp4 )
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.
Liebe Grüße
Hobby-Griller Olli